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GEZ Werbung in sympathisch

Wie man die neuen Medien gekonnt für ein eigentlich unangenehmes Thema nutzt, zeigt derzeit die mit der deutschen Gebühreneinzugszentrale vergleichbare Radiotjänst in Schweden.

Wer schon immer mal gebührend als Held gefeiert werden wollte, darf sein Konterfei in einen Werbefilm einspielen und anschließend den Link dazu versenden. Der Film sieht dann verblüffend gut aus.

Heckscheibenwerbung löst GEZ-Gebührenpflicht für Autoradio aus

Weil er auf der Heckscheibe seines Pkw großflächig auf eine Uhren- und Schmuckwerkstatt hinweist, deren Inhaberin seine Ehefrau ist, muss ein Mann aus Rheinhessen für das Autoradio Rundfunkgebühren entrichten. Dies hat die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Mainz entschieden, die die Klage des Mannes gegen den Gebührenbescheid des SWR abgewiesen hat.

Der Autohalter hatte mit seiner Klage geltend gemacht, dass das Fahrzeug nicht für das Geschäft seiner Ehefrau genutzt werde. Weiter berief er sich darauf, dass es häufig an Autos angebrachte Hinweise auf Diskotheken, Kneipen oder Autohäuser gebe. In diesen Fällen erhebe der SWR keine Gebühren für Autoradios. Es liege eine rechtswidrige Ungleichbehandlung vor.

Die GEZ und der Adressenkauf

2005 erschuf der Münsteraner Aktionskünstler Ruppe Koselleck die Figur Billy Baypack, eine frei erfundene Person, die weder in Deutschland, der EU noch den USA gemeldet ist und ließ den Namen auf die Werbelisten von Payback, McDonalds, Beate Uhse, Happy Digits und der Rewe Handelgruppe eintragen.

Wie nicht anders zu erwarten, erhielt Billy Baypack daraufhin jede Menge Post von „Werbefirmen, Agenturen und sonstigen Netzwerken der freien Wirtschaft.“ Als Kosellek seinen Billy zum Doktor promovierte, erhielt dieser auch Post von Banken, die ihm Kredite anboten.

So weit, so berechenbar. Doch am 17. November 2006 geschah etwas, womit Koselleck nicht gerechnet hatte: Die GEZ meldete sich ohne jedes Zutun seinerseits mit einem Anmelde- und Überweisungsformular bei Billy Baypack…

Mehr dazu bei Telepolis.

Die Ermittlungsmethoden der GEZ

Die FAZ hat den Methoden der GEZ nun ein ganzes Spezial gewidmet. Die Geschichten lesen sich schauerlich. Die GEZ, ebenso wie die Sendeanstalten, geben sich von öffentlichen Gegenwind allerdings betont unbeeindruckt und haben schon ein neues Ziel im Blick. Sollte es nicht auch an vielen Universitäten Fernseher geben, auf denen Lehrfilme gezeigt werden? Auch wenn ein solcher Flimmerkasten nie ARD und ZDF empfangen hat, theoretisch könnte er es. Grund genug für die GEZ, um bis zu 155.000 EUR von deutschen Universitäten nachzufordern. Da kann man dann wohl nicht mehr von einem Biß in die Hand, die einen füttert, sprechen.

GEZ Abmahnung wegen Verwendung falscher Begriffe

Der Onlinedienst akademie.de ist nach eigenen Angaben von der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepubklik Deutschland (GEZ) abgemahnt worden. Hiernach störe sich die GEZ an der Verwendung von Begriffen wie „GEZ-Gebühren“ oder „GEZ-Anmeldung“, weil diese Begriffe nicht existent seien und nach Auffassung der GEZ nur dazu dienen, ein negatives Image der GEZ hervorzurufen. Die Verwendung dieser Begriffe sei daher zu unterlassen. Netterweise hat man in der umfangreichen Liste der „nicht existenten“ Begriffe gleich die politisch korrekten Versionen angegeben. Ich muß mir nun in der Tat einige Mühe geben, die Auffassung der GEZ in Bezug auf solche Begriffe wie „GEZ-Brief“ nachzuvollziehen.