Kategoriearchiv: Fundstücke

Brasilien: Seitensprung kostet Frau 2700 Euro

Als sich die Lehrerin von ihrem Angetrauten mit einem anderen Mann im Bett erwischen ließ, habe sie ihm einen moralischen Schaden zugefügt, begründete ein Gericht in Brasilia am Montag (Ortszeit) nach Angaben der örtlichen Nachrichten-Website G1 das Urteil. Die Anordnung der Entschädigungszahlung stützt sich demnach auf das Verfassungsgebot, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.

Mehr dazu bei FOCUS online.

Italienisches Finanzministerium veröffentlichte Einkommenssteuererklärungen aller Bürger

Das italienische Finanzministerium hat offenbar diese Woche die Einkommenssteuererklärungen aller italienischen Bürger samt vollem Namen und Adresse veröffentlicht – und das nicht etwa durch ein Versehen, sondern geplant, wie heise online berichtet. Man musste nur wissen, in welchem Finanzamt die Einkommenssteuererklärung eingereicht worden ist, um die Informationen zu erhalten.

Inzwischen wurde die Seite, die von Anfragen regelrecht überflutet worden war, nach heftigen Protesten wieder abgeschaltet.

Geldstrafe wegen privaten Telefonaten für Polizistin

Es klingt wie ein Aprilscherz, aber nach einem Bericht der Osnabrücker Zeitung stand jetzt eine Polizistin vor dem Osnabrücker Landgericht, weil sie für 4,86 Euro private Gespräche von ihrem Diensttelefon geführt hat. Das Urteil: 1400 Euro Geldstrafe – zur Bewährung ausgesetzt.

[Update:] Das Gesetz spricht in einem solchen Fall von einer Verwarnung mit Strafvorbehalt, was in etwa einer Bewährung im Bereich der Freiheitsstrafe entspricht.[/Update]

Schwiegersohn als Terrorist denunziert

In schwere Bedrängnis brachte ein Schwede seinen Schwiegersohn, der einen geschäftlichen Termin in den USA für wichtiger hielt als seiner kranken Ehefrau beizustehen. Der wütende Vater denunzierte seinen Schwiegersohn in einer E-Mail an die amerikanische Bundespolizei als Mitglied der Al-Kaida, der den Aufenthalt in den Staaten zu konspirativen Treffen nutzen wolle. Die amerikanischen Behörden handelten prompt und nahmen den Schweden in Florida fest. Nach einem elfstündigen Aufenthalt in einer Zelle wurde er zurück nach Schweden geschickt.
Kommentar des Schwiegervaters hierzu:

Ich konnte ja nicht wissen, dass die amerikanischen Behörden so blöd sind und alles glauben. Aber das tun sie offensichtlich doch.

Quelle: AFP

Wasserdichter Surffilter

In Karlsruhe entsteht ein neues Spaß- und Freizeitbad. Das Projekt hat in der Vergangenheit bereits einige Wellen geschlagen, wie das kommunalpolitisch oft der Fall ist. Jetzt steht das Ganze vor der Vollendung und ein Name sollte her. Der war schnell gefunden, „Aquatika“ sollte es heißen. Lag ja auch nahe, immerhin kommen Wasser und KA drin vor. Dann aber kam Karlsruhes Erster Bürgermeister Siegfried König und deckte Unaussprechliches auf: „Aquatica“ ist auch ein Produkt aus dem Hause eines namhaften Herstellers von Erwachsenenspielzeug, das, so viel sei verraten, aus wasserdichtem Gleitmaterial besteht. Da muß selbstverständlich ein neuer Name her.

Warum das der Werbeagentur, die mit der Namensfindung beauftragt war, vorher nicht aufgefallen war?

Alkohol für alle

Für durstige Schweden war es bislang nur möglich, Alkohol bei der Monopolorganisation Systembolag zu bestellen. Die genehmigte sich aber saftige Aufschläge und Gebühren, was sich wiederum in hohen Preisen für Alkohol niederschlug. Verlockend war da natürlich die Bestellung von Alkohol über das Internet. Als das ein findiger Schwede bei einem Versender in Dänemark probierte, wurde seine Lieferung aber prompt vom Monopolisten konfisziert. Die dagegen gerichtete Klage führte bis zum Europäischen Gerichtshof, der schließlich das Monopol kippte. Das Einfuhrverbot diene nämlich nicht dem Schutz vor Alkoholmißbrauch oder der Jugend, sondern darum, den Monopolisten als Vertriebskanal zu begünstigen (Rechtssache C-170/04).

Irgendwie erinnert mich das fatal an das Glücksspielmonopol in Deutschland.

Bedingte Haftstrafe für rabiate Polizistin in Wien

„Ich scheiß auf euren Alko-Test!“, herrschte die Frau ihre Kollegen an, die bei der Kontrolle eines mit laufendem Motor mitten auf der Straße abgestellten Autos noch nicht wussten, dass sie es mit einer Polizistin zu tun hatten. Sie versuchte ihren Hund auf die Polizisten zu hetzen, die Kollegen bekamen Fußtritte und Schläge, sogar einen Kopfstoß ab.

Die ganze Geschichte gibt es beim ORF.

Eindeutige Täterbeschreibung

Ganz und gar nicht glücklich mit seinem Irokesenschnitt muss ein Friseurkunde in Landau gewesen sein. Als der ihm als Kulanz auf seine Beschwerde angebotene Nachschnitt zu lange auf sich warten ließ, rastete der Kunde aus und warf ein Shampooflasche in Richtung einer Angestellten. Danach verließ er das Geschäft.

Eigentlich nicht weiter erwähnenswerte Geschichte. Zum Schmunzeln aber die Täterbeschreibung, veröffentlicht bei KA-News:

Der Mann konnte wie folgt beschrieben werden: männlich, zirka 30 Jahre alt, 1,77 Meter groß, normale Figur, südländisch, dunkelbraune Haare als Irokesenschnitt (möglicherweise schlecht geschnitten), dunkel gekleidet.