Kategoriearchiv: Allgemein

RSS Feeds selbst erstellt

RSS Feeds sind eine tolle Sache. Man kann sich über die neuesten Meldungen seiner bevorzugten Netzangebote mit dem RSS-Reader seiner Wahl komfortabel auf dem neuesten Stand halten, ohne jedes Angebot dafür extra aufrufen zu müssen. Das gilt auch für Urteile. Der Bundesgerichtshof etwa bietet einen solchen Feed auch für seine neusten Entscheidungen an.

Was aber, wenn die bevorzugte Nachrichtenseite oder das Gericht seiner Wahl keinen RSS Feed anbietet? In solchen Fällen kann Feedity eine gute Wahl sein. Im einfachsten Fall gibt man einfach die URL der Nachrichtenseite an und Feedity generiert daraus einen Link, mit dem die Meldungen der Seite als RSS Feed abgerufen werden können. Der lässt sich dann auch in den Feedreader seiner Wahl integrieren.

Englisch als Wissenschaftssprache

Immer wieder stolpere ich über teilweise gezwugen anmutende englische Texte und Produktbezeichnungen, die einem deutschsprachigen Publikum etwas näher bringen möchten – die Tatsache offensichtlich ignorierend, daß bei weitem nicht jeder aus der avisierten Zielgruppe Dinge wie „We love to entertain you“ ansatzweise korrekt übersetzt. Es scheint, als sei das auch gar nicht notwendig. Die Verwendung des Englischen scheint in den Köpfen vieler Werbetexter Voraussetzung dafür zu sein, daß das beworbene Produkt auch beim jungen Publikum Anklang findet.

Eine dramatische Zunahme englischer Werbesprüche von 3 Prozent in den 80er Jahren über 18 Prozent in den 90er Jahren zu 30 Prozent ab 2000 zeigte dann auch die Studie „Sprachwahl im Werbeslogan“ aus dem Jahr 2004.

Neu ist mir, daß die Benutzung von Englisch nun neben der gesteigerten Attraktivität für jüngere Kundschaft auch Beleg für einen Beitrag von gesteigertem wissenschaftlichem Gehalt ist. Zu dieser Einschätzung kann man jedenfalls kommen, wenn man diesen Artikel in der FAZ liest. Darauf angesprochen, weshalb 6 deutsche Professoren auf einer Konferenz in Deutschland vor deutschem Publikum entgegen dem Wunsch der die Konferenz finanzierenden Stiftung ihre Vorträge auf Englisch hielten, wussten diese souverän zu kontern. Ihr Argument: Nur eine Veranstaltung mit Konferenzsprache Englisch nehme man ernst.

Kabinett lichtet den Vorschriftenwald

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines zweiten Rechtsbereinigungsgesetzes des Bundesministeriums der Justiz beschlossen.

Rund 200 Gesetze, Verordnungen und andere Rechtsvorschriften werden gestrichen. Betroffen ist vor allem Recht, das noch aus der Zeit vor der Gründung der Bundesrepublik stammt, und das restliche Besatzungsrecht. Außerdem wird die Bereinigung von Übergangsrecht aus dem Einigungsvertrag fortgesetzt. Aufgehoben werden sollen zum Beispiel das Gesetz betreffend den Schutz des zur Anfertigung von Reichbanknoten verwendeten Papiers gegen unbefugte Nachahmung und die Verordnung über die Einführung der Reichshaushaltsordnung in der Justizverwaltung.

OLG Bamberg: Auch bei E-Mails an Gewerbetreibende Einverständnis erforderlich

Der oft im Rahmen der Zusendung unerwünschter E-Mails von Direktmarketingfirmen vorgebrachte Unterscheidung zwischen Verbrauchern und Gewerbetreibenden hat das OLG Bamberg jetzt eine Absage erteilt.

So steht auch Gewerbetreibenden ein Unterlassungsanspruch gegen den Absender unerwünschter Werbung aus § 7 Abs. 2 Nr. 3 zu. Etwas anderes gilt auch dann nicht, wenn die Kontakaufnahme zur Anbahnung späterer Geschäftsbeziehungen erfolgt.

Das Urteil im Volltext mit Leitsätzen findet sich bei MIR.