Kategoriearchiv: Allgemein

Stille Nacht: In Aachen verstummt die Weihnachtsmusik

Weil die GEMA-Kosten explodiert seien, will der Märkte und Aktionskreis City (kurz MAC) in Aachen dieses Jahr auf dem Weihnachtsmarkt auf das Abspielen von Weihnachtsmusik verzichten, berichten die Aachener Nachrichten.

Die Kosten für die Gema-Gebühren sind explodiert

, sagt MAC-Geschäftsführer Manfred Piana. Statt wie bisher pauschal 4.000 EUR sollen nun laut dem Bericht 12.000 EUR fällig werden.

Vertraglich vereinbarter Gewährleistungsverzicht

Interessant. Laut der Mitarbeiterin im örtlichen magentafarbenen Shop habe ich mit meinem Netzbetreiber vertraglich vereinbart, dass mir keine Gewährleistungrechte gegen ihn zustehen und ich Ansprüche wegen Mängeln am Vertragshandy alleine im Rahmen der Garantie des Herstellers diesem gegenüber innerhalb der Garantiedauer von einem Jahr geltend machen kann. Danach seien nur noch kostenpflichtige Reparaturen möglich.

Bei dieser Aussage blieb die Mitarbeiterin auch noch, nachdem sie mit ihrem Vorgesetzten sowie der Serviceabteilung Rücksprache gehalten hat.

Warum bekommt man solche Aussagen nur auch auf Nachfrage nie schriftlich?

BGH: EuGH soll über internationale Zuständigkeit und anzuwendendes Recht bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet entscheiden

Der Kläger wurde im Jahr 1993 zusammen mit seinem Bruder wegen Mordes an dem Schauspieler Walter Sedlmayr zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Im Januar 2008 wurde er auf Bewährung entlassen. Er verlangt von einem in der Republik Österreich geschäftsansässigen Medienunternehmen, es zu unterlassen, über ihn im Zusammenhang mit der Tat unter voller Namensnennung zu berichten. Das beklagte Unternehmen hielt auf seiner Internetseite bis zum 18. Juni 2007 eine auf den 23. August 1999 datierte, von einem anderen Anbieter übernommene Meldung zum freien Abruf durch die Öffentlichkeit bereit. Darin hieß es unter Nennung des Vor- und Zunamens des Klägers wie seines Bruders wahrheitsgemäß u.

Alles neu macht der April

Wie dem geneigten Leser sicher aufgefallen ist, habe ich mein Blog einem Redesign unterzogen und es auf neue technische Beine gestellt. Dabei habe ich zwar sichergestellt, daß die Beiträge unter den alten URLs abrufbar bleiben, dabei werden aber die Beiträge in Feedreadern als „Neu“ angezeigt. Das führt leider auch dazu, daß die Liste der neuen Einträge bei http://jurablogs.com mit alten Einträgen aus diesem Block gefüllt wurde. Für die Unannehmlichkeiten möchte ich mich selbstverständlich entschuldigen.

Ich hoffe jedenfalls, die Aufmachung lenkt nicht zu sehr von den Inhalten ab und führt zu lesbaren Artikeln.

Feedback ist natürlich immer willkommen.

Kettenbriefe und wie ich sie erkenne

Ein Phänomen des Internets neben dem unglaublichen SPAM-Aufkommen sind die Kettenmails. Meist harmlose E-Mails, die man an Freunde weiterleiten soll, damit einem Gutes widerfährt oder man von ganz schlimmen Dingen verschont bleibt. Wer hat sie nicht schon bekommen, die Suche nach dem passenden Rückenmarkspender, die Geschichte mit den AIDS-infizierten Nadeln in Kinositzen oder die Geschichte von Microsoft, die Dollars verschenken.

Frank Ziemann macht sich seit 1997 die Mühe und pflegt akribisch den Hoax Info Service. Hier werden nicht nur Ursprung und Hintergrund der Kettenbriefe erklärt, sondern auch, warum selbst gut gemeinte Kettenbriefe schädliche Wirkung entfalten können.

Vor dem Weiterleiten der nächsten Kettenmail lohnt sich sicher ein Blick.

Das Internet ist keine Telefonanlage

Bei der Verabschiedung des Gesetzentwurfes zum Telemediengesetz hatten Vertreter der großen Koalition noch verkündet, daß eine baldige Überarbeitung des Gesetzes im Hinblick auf die unverändert übernommenen Haftungsregelungen aus dem Teledienstegesetz notwendig sei. Trotzdem tut sich das federführende Wirtschaftsministerium nach einem Bericht von heise online schwer. Grund:

Die Rechteinhaber sind klar gegen Eingriffe in den Rahmen, sie werden durchaus zufrieden gestellt.

betont Rolf Bender, Referent für Medienrecht im Bundeswirtschaftsministerium. Daß Rechteinhaber durchaus zufriedengestellt werden, ist nicht weiter verwunderlich. Von der einst eingeführten Haftungsprivilegierung für Provider ist nicht viel übrig. Nachdem der BGH es 2004 schon verstanden hatte, mit einer bemerkenswerten Begründung Content Provider auch ohne Kenntnis bereits für fremde Inhalte auf Unterlassung haften zu lassen, ist es für das LG Frankfurt nun selbstverständlich, selbst Access Provider bei Wettbewerbsverletzungen derart an die Kandare zu nehmen und unsinnige DNS-Sperren zu provozieren.

Die Hoffnung bleibt, daß mit dem Einzug einer neuen, nämlich einer mit der Technik und dem Internet vertrauten, Generation in Regierung, Verwaltung und Rechtsprechung auch eine lebensnähere Politik Einzug hält. Das Internet ist eben keine Telefonanlage.

Überraschung für einen „unartigen“ Schuljungen

Seinen 16. Geburtstag wird ein Schüler im englischen Nottingham vermutlich nie vergessen. Und genau das war auch der Plan seiner Mutter. Sie wollte ihrem Sohn eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung machen und hatte deshalb alles genau durchdacht: Die Klassenlehrerin war vorgewarnt und sogar gebeten worden, mit einer Videokamera den Überraschungsmoment festzuhalten, damit die Familie nachher die Reaktion des Jungen sehen könnte.

Kurz vor dem Mittagessen wunderte sich die Lehrerin deshalb auch nicht, als eine Polizistin in Uniform den Unterricht unterbrach. „Sie befahl dem Jungen aufzustehen und sagte ihm, dass er ein sehr unartiger Junge gewesen sei, weil er seine Hausaufgaben nicht gemacht habe,“ erzählte ein Mitschüler der Zeitung „Daily Mail“. Dann entledigte sich die vermeintliche Beamtin zu den Klängen von Britney Spears ihrer Uniform und forderte den „unartigen“ Schüler auf, ihr den Körper einzuölen. Da schritt die verdutze Pädagogin ein und machte dem Spaß ein Ende.

Der Vorfall ließ sich schnell aufklären: Die Partyagentur hatte die Buchung falsch aufgenommen. Nicht überliefert ist, wie der Gorilla auf der Veranstaltung ankam, für die eigentlich die Stripperin gebucht war.

Quelle: tagesschau.de

Schwiegersohn als Terrorist denunziert

In schwere Bedrängnis brachte ein Schwede seinen Schwiegersohn, der einen geschäftlichen Termin in den USA für wichtiger hielt als seiner kranken Ehefrau beizustehen. Der wütende Vater denunzierte seinen Schwiegersohn in einer E-Mail an die amerikanische Bundespolizei als Mitglied der Al-Kaida, der den Aufenthalt in den Staaten zu konspirativen Treffen nutzen wolle. Die amerikanischen Behörden handelten prompt und nahmen den Schweden in Florida fest. Nach einem elfstündigen Aufenthalt in einer Zelle wurde er zurück nach Schweden geschickt.
Kommentar des Schwiegervaters hierzu:

Ich konnte ja nicht wissen, dass die amerikanischen Behörden so blöd sind und alles glauben. Aber das tun sie offensichtlich doch.

Quelle: AFP