RA Kadelke/ September 19, 2007/ Fundstücke, Recht/ 0Kommentare

Für durstige Schweden war es bislang nur möglich, Alkohol bei der Monopolorganisation Systembolag zu bestellen. Die genehmigte sich aber saftige Aufschläge und Gebühren, was sich wiederum in hohen Preisen für Alkohol niederschlug. Verlockend war da natürlich die Bestellung von Alkohol über das Internet. Als das ein findiger Schwede bei einem Versender in Dänemark probierte, wurde seine Lieferung aber prompt vom Monopolisten konfisziert. Die dagegen gerichtete Klage führte bis zum Europäischen Gerichtshof, der schließlich das Monopol kippte. Das Einfuhrverbot diene nämlich nicht dem Schutz vor Alkoholmißbrauch oder der Jugend, sondern darum, den Monopolisten als Vertriebskanal zu begünstigen (Rechtssache C-170/04).

Irgendwie erinnert mich das fatal an das Glücksspielmonopol in Deutschland.

Share this Post

Hinterlasse eine Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie sollten das verwenden HTML Schlagworte und Attribute: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*
*