RA Kadelke/ August 22, 2007/ Datenschutzrecht, Politik, Recht/ 3Kommentare

Ich habe mich schon des öfteren bei der Diskussion um die Onlinedurchsuchung gefragt, wie eigentlich die Schnüffelsoftware unbemerkt auf meinen Rechner gelangen soll, ohne daß etwa der Hersteller des von mir genutzen Betriebssystems oder der von mir verwendeten Software entsprechende Hintertüren einbaut. Die Lösung ist einigermaßen simpel: Ich muß mir die Schnüffelsoftware natürlich selbst installieren:

Der Jurist verweist an diesem Punkt auf das Scheitern der seiner Informationen nach bisher einzigen von einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof genehmigten entsprechenden Online-Überwachung. Bei dem Versuch hätten die Fahnder dem Verdächtigen eine CD in den Briefkasten geworfen, „die aussah wie die Zugangssoftware eines großen Internet-Providers“. Installiert habe der ins Visier Genommene die Software aber nicht.

Ach so. Das muß einem aber gesagt werden. Sonst würde ich eine solche CD doch nie ins Laufwerk legen.

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3 Kommentare

  1. Wenn ich den ganzen Kindergarten der letzten Monate da sehe, wäre das nicht auch noch eine Markenverletzung? Kann da AOL oder werauchimmer klagen? 😉

  2. In der Tat liegen da marken- und wettbewerbsrechtliche Ansprüche – vorsichtig ausgedrückt – nicht fern. Auch zivilrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche sind nicht ausgeschlossen.

  3. Interessant wäre es doch, dieses seltsame Programm, wenn es denn jetzt in der Tat vorliegt, einmal von Experten analysieren zu lassen. Ich denke, der CCC würde sich diese Arbeit gerne machen…

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