Januar 2009

Polizei erspäht Hanffeld über Google Earth

Beim Schlag gegen eine Bande von Drogendealern entdeckten Beamte der Kantonspolizei Zürich im Internet ein grosses Hanffeld. Die Pflanzen waren auf Google Earth zu sehen. Dem Bauer droht nun mehrjähriger Knast.

Auf die Bilder der Drogenproduktion gestossen waren die Beamten per Zufall. Laut Oberleutnant Norbert Klossner von der Kantonspolizei Zürich habe ein Mitarbeiter auf Google Earth den genauen Standort des Bauernhofes nachgeschaut. Dabei fiel dem Ermittler ein Maisfeld auf, das rund um ein zweites Feld angelegt war. Die verdächtige Fläche hatte die Grösse eines Fussballfeldes und stellte sich als Hanffeld heraus.

Die Betrugsmasche ist seit langem bekannt. In E-Mails werden den überraschten Empfängern riesige Geldsummen versprochen, wenn man dem vermögenden Absender nur dabei hilft, das Geld auch sicher auf das eigene Konto zu transferieren. Selbstverständlich fallen für die Hilfe bereits Kosten für das hilfsbereite Opfer an, die aber angesichts der erwarteten Millionen nur unwesentlich ins Gewicht fallen. Die Rede ist vom sogenannten Scam, deren bekanntester Vertreter die Nigeria Connection ist.

Der BGH hat in einer heute verkündeten Entscheidung dem EuGH die Frage, ob in der Verwendung einer geschützten Bezeichnung als Schlüsselwort eine Benutzung als Marke im Sinne des Markengesetzes liegt, zur Entscheidung gem. Art. 234 EG-Vertrag vorgelegt.

eBay: Autokauf auch bei Spottpreis gültig

Schnäppchenjäger dürfen sich freuen: Wenn ein Verkäufer bei einer Versteigerung über das Internetauktionshaus Ebay einen viel zu niedrigen Erlös bekommt, ist der Verkauf nach einem Bericht der Financial Times Deutschland trotzdem gültig. Zähneknirschend muss er die niedrige Kaufsumme akzeptieren. Der Käufer hatte im vorliegenden Fall ein Auto zum Preis von 100 EUR erstanden, der Verkäufer weigerte sich, den Kaufvertrag zu erfüllen, weil er von der Auktion gar nichts gewusst habe. Dem Verkäufer war zum Verhängnis geworden, daß er die Auktion nicht unverzüglich angefochten habe, nachdem er Kenntnis hiervon erlangt habe. (Aktenzeichen 223 C 30.401/07)

Nach einem Bericht des BILDblog soll auf bild.de am gestrigen Sonntag die erste Prognose nicht wie üblich um 18 Uhr, sondern bereits um 17:47, also 13 Minuten vor Schließung der Wahllokale, veröffentlicht worden sein. Träfe das zu, könnte es sich, wie BILDblog richtig bemerkt, um eine Ordnungswidrigkeit handeln. Denn die Veröffentlichung von Ergebnissen von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe über den Inhalt der Wahlentscheidung ist vor Ablauf der Wahlzeit unzulässig, § 30 HessLandTWahlG. Gleiches bestimmt übrigens auch § 32 Abs. 2 Bundeswahlgesetz (BWahlG).

Der Fernsehsender Sat.1 hatte während seiner im April 2006 ausgestrahlten Sendung "Jetzt geht’s um die Eier! Die große Promi-Oster-Show" in der als Studio genutzten Halle einen acht Meter großen Goldhasen aufgestellt sowie ein 0,9 mal 20 Meter großes Plakat aufgehängt, jeweils mit Werbung für die Firma L. versehen, und mehrfach im Bild gezeigt. Hierfür hatte der Sender von der beworbenen Herstellerfirma über vertraglich zwischengeschaltete Dritte, die von Sat.1 mit der Organisation und Durchführung der Veranstaltung beauftragt waren, eine Zahlung in Höhe von 85.000 EUR erhalten.

Deutsches Top-Blog kommt unter den Hammer

Der bekannte Blogger Robert Basic verkauft sein Blog bei eBay und die Leute rennen ihm die Bude ein, so daß zwischenzeitlich seine Website nur schwer erreichbar war.

Bei basicthinking handelt es sich um eines der bekanntesten deutschen Blogs, glaubt man den Statistiken von http://www.deutscheblogcharts.de/ und Co.

Nach eigenen Angaben hat Robert Basic übrigens mit dem Blog im letzten Jahr einen Werbeumsatz von 37.000 EUR erzielt. Die Auktion bei eBay dürfte einen Richtwert ergeben, welchen Marktwert High-Traffic Blogs tatsächlich haben und ob diese auch unabhängig von ihrem Schöpfer funktionieren.